Gleichberechtig? Die Realität sieht anders aus.

Seit über 100 Jahren wird am 8. März weltweit auf Frauenrechte und Gleichstellung aufmerksam gemacht. Viele meinen, das betreffe uns nicht mehr, da wir doch längst das Wahlrecht, die freie Berufswahl und das Recht, uns zu kleiden, wie wir möchten, haben.
Aber ist das tatsächlich so? Verschiedene Statistiken aus Österreich zeigen ein anderes Bild: So beträgt die Väterbeteiligung an der Karenz in Österreich beispielsweise nur etwa 8 %. Nur 8 % der Väter gehen in Karenz, die meisten davon zudem nur für zwei Monate. Auch danach liegt die Hauptlast der Kinderbetreuung vor allem bei den Müttern.
Ähnlich ungleich ist der Verdienst: Frauen verdienen im Schnitt nicht nur aufgrund von Teilzeitbeschäftigung, sondern auch pro Arbeitsstunde deutlich weniger als Männer. Das zeigt der EU-Indikator „Gender Pay Gap“. Er liegt hierzulande aktuell bei ca. 18 %, d. h., Frauen verdienen in Österreich im Durchschnitt 18 % weniger pro Arbeitsstunde als Männer.
All das kann Frauenarmut zur Folge haben: So waren laut Statistik Austria im Jahr 2024 666.000 Frauen in Österreich von Armut und Ausgrenzung bedroht. Das entspricht 18 % aller Frauen ab 18 Jahren. Knapp die Hälfte von ihnen lebt in akuter Armut. Besonders gefährdet sind alleinlebende Pensionistinnen und Alleinerzieherinnen.
Wie du als Frau deine Stimme stärken und Grenzen aufzeigen kannst
Als AndersOrt Haus der Frauen sind uns diese Themen ein besonderes Anliegen. Daher holen wir den Weltfrauentag 2026 nach St. Johann bei Herberstein und bieten einen interaktiven Vortrag der Genderexpertin Lisa Horvath zu einem erschwinglichen Preis. Darin zeigt sie auf, wo Frauen heute im Alltag immer noch diskriminiert werden. Beispielsweise, wenn jemand über sie hinwegredet, ihnen Sachverhalte erklärt, ohne gefragt worden zu sein, ihre Ideen stiehlt oder Grenzen überschreitet.
Solche Erfahrungen hinterlassen Spuren: Frauen zweifeln an ihren Fähigkeiten, haben das Gefühl, nicht gut genug zu sein (Impostor-Phänomen), und nehmen verdiente Führungspositionen (berufliche oder soziale im Privatleben) nicht ein. Lisa Horvath zeigt den Teilnehmerinnen, wie sie ihre Stimme stärken, Grenzen klarer kommunizieren und sich gegenseitig unterstützen können, um echte Veränderungen voranzutreiben.
Anmeldung zum interaktiven Vortrag mit Lisa Horvath